Im Rahmen unseres P-Seminars „Mord im Mangfalltal“ – geleitet von Frau Huber-Kunath, in dem wir ein eigenes Krimispiel entwickeln, hatten wir die besondere Gelegenheit am 26.11.2025 die Kriminalpolizei Rosenheim an unserer Schule zu begrüßen. Zu Besuch kamen Sigrid Büscher, Erste Kriminalhauptkommissarin des Dezernats K7 und ihre Kollegen, Ronald Absmeier, ebenfalls Spurensicherung /Kriminaltechnik, K7, und Manuel Dresely vom Dezernat K11, Cybercrime. Der Nachmittag mit ihnen war für uns sehr spannend und hat uns viele Einblicke in die echte Polizeiarbeit gegeben.
Zu Beginn stellten uns die Beamten die allgemeinen Strukturen der Polizei – Schutzpolizei, Verkehrspolizei und Kriminalpolizei - vor und erklärten, welche Aufgaben die verschiedenen Bereiche der Kriminalpolizei übernehmen. Besonders interessant fanden wir, wie vielfältig die sogenannten K-Sektionen sind – von Kapitalverbrechen, Drogen, Wirtschaftskriminalität, Eigentumsdelikten und Erpressung über Cybercrime bis hin zur Spurensicherung – und wie eng diese Abteilungen bei echten Ermittlungen in so genannten SOKOs zusammenarbeiten.
Ein Schwerpunkt des Vortrags lag auf den Erläuterungen zu Tatortabsicherung, unterschiedlichen Spurenarten und der modernen Kriminaltechnik. Die Beamten erklärten uns anschaulich, wie Fingerabdrücke, DNA, Fasern, oder sogar kleinste Partikel gesichert und ausgewertet werden können. Hierfür haben sie in Rosenheim u. a. den Tatortbus, der mit sehr viel Equipment die Spurensicherung vor Ort vereinfacht. In den Räumen der KriPo in Rosenheim befindet sich ein Spurenlabor mit Wärmeschrank und Feinstaubschrank, sowie zwei DNA-Räume für Täter und Opfer getrennt, um Spuren nicht miteinander zu vermischen.
Ebenso konnten wir erfahren, was digitale Spuren alles verraten können und wie kniffelig und aufwendig es manchmal ist, mehrere Millionen(!) an Datensätzen aus Handys zu durchforsten, um in einem Mordfall Klarheit zu erlangen. Besonders beeindruckt hat uns, wie sorgfältig und genau bei allem vorgegangen werden muss. Oft sind es winzige Details, die am Ende entscheidend dafür sind, ob ein Fall gelöst werden kann, denn es sind nicht immer alles Beweise, sondern auch so genannte Indizien, die zur Klärung beitragen helfen.
Für unser P-Seminar war dieser Besuch eine enorme Bereicherung. Die ausführlichen Einblicke halfen uns dabei realistische Ermittlungsabläufe, authentische Szenarien und plausible Spuren für unser Krimispiel zu entwickeln.
Wir stellten unseren aktuellen Arbeitsstand vor und bekamen von den Profis Rückmeldung und Tipps. Außerdem hat uns der Besuch motiviert, unser Projekt mit Engagement weiterzuführen. Uns wurde zugesichert, dass wir uns bei weiteren Fachfragen jederzeit melden dürfen!
Insgesamt war für uns der Vortrag der Kriminalpolizei nicht nur informativ, sondern auch ein echtes Highlight unseres bisherigen Seminars.
Emilia Krahl, 11a, Vanessa Tara, 11b