8. Klassen erforschen den Wald
Wie vielfältig ist unser Wald? Welche Folgen haben Klimawandel und Trockenheit für die Artenzusammensetzung? Und wie wertvoll sind Bäume eigentlich für unser tägliches Leben? Mit diesen spannenden Fragen beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler der 8. Klassen des Gymnasiums Bruckmühl bei außerschulischen Workshops zur Waldökologie unter der Leitung der Diplom-Biologin Martina Mitterer.
Direkt im Wald erkundeten die Jugendlichen verschiedene Lebensräume und lernten neben einigen entdeckten Tieren auch mithilfe einer Bestimmungs-App zahlreiche Pflanzenarten und ihre bevorzugten Bedingungen kennen.
Besonders eindrucksvoll waren die Erkenntnisse zu den Auswirkungen der Erderwärmung. An konkreten Beispielen zeigte Martina Mitterer mit Hilfe ihres mitgebrachten Materials, wie sich Trockenheit und steigende Temperaturen bereits heute auf den Wald auswirken und warum sich die Artenzusammensetzung langfristig verändern wird.
Darüber hinaus wurde der immense Wert des Waldes für den Menschen deutlich: Bäume spenden Schatten, gleichen Temperaturen aus, dienen als Erholungsraum und binden große Mengen Kohlenstoffdioxid. Besonders anschaulich wurde dies durch den Vergleich mit dem menschlichen Konsumverhalten. So verglichen die Schülerinnen und Schüler beispielsweise mit einem besonderen Maßband anhand des Umfangs eines Baumstamms, wie viele Hamburger mit der CO₂-Menge hergestellt werden könnten, die dieser Baum im Laufe der Zeit speicherte. Diese ungewöhnliche Perspektive regte zum Nachdenken über den eigenen Lebensstil und nachhaltiges Handeln an.
Der Workshop, der dankenswerterweise vom Förderverein finanziert wird, verband Naturerlebnis, wissenschaftliches Arbeiten und aktuelle Umweltfragen anschaulich und machte deutlich, wie wichtig ein verantwortungsvoller Umgang mit unseren Wäldern für die Zukunft ist.
Andrea Spreitzer