Lateinexkursion der sechsten Klassen ins Römermuseum nach Seebruck

Salvete discipuli discipulaeque…

…das hieß es an einem wunderschönen Frühlingstag diesmal nicht im Klassenzimmer der 6C oder 6D, sondern im Römermuseum Bedaium in Seebruck.

Empfangen wurden wir an diesem geschichtsträchtigen Ort am Chiemsee stilecht von einem Legionär (dem Museumsleiter Herrn Ziereis) und seiner Frau, die uns im Anschluss nicht nur (fast) alles zum Alltag der Römer in Germanien (Kochen und Essen, Schreiben, Körperpflege, Schmuck, Glaube, etc.) erzählten, sondern uns auch viele Sachen ausprobieren ließen.

So durfte man Mehl mit einem echten, schweren Mühlstein mahlen, mit dem Marschgepäck ausgestattet wie ein Legionär eine Runde drehen, auf Wachstafeln schreiben und sich - in römische Kleidung gewandet - wie ein Mitglied einer Römischen Familie fühlen.

Besonders beeindruckend war die Führung zu einer echten archäologischen Ausgrabungsstätte an der heutigen Römerstraße von Seebruck, denn dort konnten wir die Grundrisse des Hauses einer wohlhabenden Familie sehen. Dieses stand an der Handelsstraße, die zur Zeit der Römer von Iuvavum (Salzburg) nach Augusta Vindelicum (Augsburg) führte, und war Teil eines Ensembles (für damalige Zeiten) moderner, gut ausgestatteter Kleinstadthäuser. Das an dieser Stelle zum Teil freigelegte Haus verfügte unter anderem über eine großflächige Fußbodenheizung, Steinmauern und einem mit Holzfässern gebauten, bis heute funktionstüchtigen Brunnenschacht. Der Anblick dieses Gebäudes, in dem tatsächlich vor ca. 2000 Jahren echte Römer gelebt hatten, hat bei uns nachhaltigen Eindruck hinterlassen.

Der Besuch des Museum war spannend, kurzweilig und sehr interessant. Uns allen hat es gefallen, Latein einmal ganz lebendig aufzunehmen! Deshalb sind wir auch dem Förderverein des Gymnasiums Bruckmühl sehr dankbar, der diesen Ausflug großzügig unterstützt hat!

T. Durchholz und V. Suttner