Abiturfeier 2026 - Gymnasium Bruckmühl entlässt 70 junge Menschen ins Leben
Man kann die Welt, und damit auch das Abitur 2026 am Gymnasium Bruckmühl, durch die nüchterne Zahlenbrille betrachten. 70 Prüflinge traten an, 70 Prüflinge bestanden. Also 100 % Erfolgsquote. Der Schnitt: 2,20. Also: Gut! Fünf jungen Damen – Diane Baggermann, Liv Bauder, Maria Griesmaier, Klara Lauber und Amelie Schmieder – erzielten die Traumnote 1,0. Das Motto der Stufe: „Abirol 2026, bittersüßes Ende“. So weit, so informativ. Man kann und darf aber auch etwas genauer hinschauen. Denn bei tropischen Temperaturen ereignete sich sehr viel Schönes.

Der Auftakt fand traditionell in der Bruckmühler Herz-Jesu Kirche statt. Unter dem Motto „Ich packe meinen Koffer!“ standen Gedanken zu Abschied und Neuanfang im Zentrum. Der biblische Leitspruch Josua 1,9 („Sei mutig und stark! Fürchte Dich nicht!“) wurde umrahmt von Klängen des Vokalensembles, in denen zahlreiche Sängerinnen ihr quasi allerletztes Konzert gaben.

Die Fortsetzung fand dann in der Schule statt, wo der Elternbeirat mit kühlen Getränken aufwartete und der AK Catering (Leitung: Veronica Suttner) in liebevoller Arbeit ein traumhaftes Buffet gezaubert hatten.

Nach musikalischem Auftakt (Marian Lein: Vivaldi / The Summer) gratulierten Richard Richter (Bruckmühl), Johannes Zistl (Feldkirchen-Westerham) und Peter Wagner (Aying) als Bürgermeister der drei Gemeinden. Richter überreichte traditionell das Bild für die Ahnengalerie, Zistl wünschte dem Jahrgang Vertrauen in die Zukunft, Zuversicht in die eigene Handlungsmöglichkeiten, Mut zu Entscheidungen und das Glück des Tüchtigen. Er erhielt auch berechtigten Beifall für sein demokratisches Bekenntnis: „Ihr seid gebildet! Steht auch mutig auf und sagt couragiert „Nein! So ist es nicht!“, wenn Lügen und Hetze verbreitet werden!“

In ihrer ersten Abiturrede als Schulleiterin widmete sich Alexandra Eberhardt in kulinarischer Metaphorik dem Stufenmotto „Abirol 2026: Bittersüßes Ende“. Mit feinem Wortwitz durchleuchtete sie als selbsternannte Sommelière den „Cuvée Bruckmühl 2026“. „Gute Noten sind bestimmt erfreulich, doch Kompromissbereitschaft, Einfühlungsvermögen, Solidarität und Engagement für die Gemeinschaft sind wichtiger für ein gelingendes Leben.“ Auch weitete Alexandra Eberhardt den Blick der 70 jungen Menschen. „Ihr habt es geschafft, ja – aber Ihr hattet auch Hilfe! Vergesst nicht, dass Eure Familien und auch Eure Lehrerinnen und Lehrerinnen Euch nach ihren Kräften unterstützt haben. Neben aller Euphorie darf und sollte daher durchaus Dankbarkeit angebracht sein!“
Die Schülerrede hielten Leopold Kirchgässner und Sophie Buchacher, in der sie auch besonders denjenigen Lehrerinnen und Lehrern ihre Anerkennung aussprachen, die sie in den letzten zwei Jahren unterstützt hatten, allen voran ihrer Oberstufenkoordinatorin Nicole Pfann.

Die Ehrung der besten Prüfungsleistungen im Schnelldurchlauf: Einen Einser (mit Sternchen) schafften Max Wendt (Physik / Preisträger der Fa. Adphos), Maria Griesmeier (Latein und Mathematik), Sophia Knothe (Deutsch), Amelie Schmieder (Biologie und Deutsch) Diane Baggerman (Englisch) Ciara Lorenzin (Sport), Leni Postels (Politik und Gesellschaft) Liv Bauder, Antonia Gleixner und Jule Hettenkofer (Biologie).
Für ihr soziales Engagement wurden Maryam Fayziev und Simon Lamminger ausgezeichnet, Quirin Hanfstingl und Sebastian Kielar als langjährige Leiter des AK Technik.

Karen Knapek und Oliver Eberl dankten Lilian Geigerseder, Maria Griesmeier, Korbinian Lindner, Amira Ricciardi, Amelie Schmieder, Celina Schröder, Merle Schütze, Rahel Stiehler, Laura Vukovic und Selina Wurm für ihre langjährige und zuverlässige Arbeit als Schulsanitäter.
Der Ausklang des Abends fand im Aiblinger Kurhaus statt.
Text / Bilder: C. Buxot