Warum wird BUS in der 11. Klasse durchgeführt?

In der 12. Klasse sind unsere Schüler erfahrungsgemäß deutlich stärker mit der Vorbereitung auf das Abitur beschäftigt. Die Stofffülle und der stetig wachsende Notendruck lassen leider kaum Freiraum für die Beschäftigung mit der Zukunftsplanung.

Außerdem gibt es interessante Studienangebote wie z.B. das Duale Studium. Dafür sind bereits sehr frühzeitige Bewerbungen erforderlich, so dass BUS seinen Platz zurecht in der 11. Klasse hat.

Schließlich stellen wir uns die Oberstufe vor wie eine Rampe, die den Schülern beim Flug (auch) in die berufliche Zukunft helfen soll: Je mehr Punkte sie im Verlauf der zwei Jahre Oberstufe sammeln, desto höher und weiter können sie fliegen. Aber der weiteste Flug hilft nichts, wenn die Richtung nicht stimmt! Für viele umfasst der mögliche Radius für den Flug anfangs vermutlich noch 360°. Unsere Hoffnung besteht darin, die Rampe durch BUS genauer auszurichten, so dass der hoffentlich weite Flug gleich auch in die richtige Richtung startet.

Warum wird BUS von drei Lehrkräften organisiert und nicht von den P-Seminarleitern selbst?

Aufgrund unserer geographischen Lage ist es sinnvoll, bestimmte Veranstaltungen nicht nur für ein einzelnes Seminar mit ca. 15 Teilnehmern zu organisieren, sondern gleich für die gesamte Jahrgangsstufe mit 80 bis 90 Schülern. Darüber hinaus haben die drei BUS-Lehrkräfte im Lauf der Jahre ein umfassendes Netz an Kontakten aufgebaut, mit dessen Hilfe sie den Schülern möglichst viele Informationen bieten können. Dieses Netz müssten sich die jährlich wechselnden P-Seminar-Leiter erst erarbeiten.

Wieso beraten die Lehrer die Schüler nicht einfach selbst?

Ganz einfach: Weil wir dazu nicht ausgebildet sind! Unsere Schüler haben ein Recht darauf, zu erfahren, wie und wo sie sich professionelle Unterstützung bei der wichtigen Entscheidung über ihren beruflichen Werdegang holen können. Dabei können wir selbstverständlich helfen. Wir brauchen aber Experten, die ihnen umfassende und aktuelle Informationen über das gesamte Feld der sich ständig ändernden Angebote und Möglichkeiten auf dem Studien- und Berufsmarkt geben können.

Warum gibt es bei "BUS" eine Note?

Das hängt damit zusammen, dass wir ein Teil des P-Seminar sind und daher auch Unterrichtsstunden unserer Kollegen übernommen haben, die die Seminare leiten. Aus diesem Grund wurde beschlossen, dass die Schüler für BUS eine Note erhalten, die dann im Verhältnis 1:2 mit der Note aus ihrem P-Seminar verrechnet wird.

Im BUS-Team haben wir manches ausprobiert und vieles verworfen, bevor wir zur aktuellen Lösung gekommen sind. Die Idee hinter dem Portfolio ist, dass die Schüler die Möglichkeit bekommen, auch auf sie ganz persönlich zugeschnittene Bausteine in die BUS-Arbeit einfließen lassen zu können. So wird aus dem Zwang, den eine Note natürlich ausübt, hoffentlich die gewinnbringende Beschäftigung mit der eigenen Zukunft.